Haben die Begegnungen mit den Kindern euch dazu gebracht, eure Ideen zu kanalisieren, und zum Beispiel eine spielerischere Richtung einzuschlagen?
B.: Wir haben besonders darauf geachtet, alltägliche Gegenstände zu benutzen, deren Verwendung sofort klar ist, wie zum Beispiel einen Ball, am liebsten aus Schaumstoff, damit es ungefährlich ist und man keine Angst vor Beschädigung hat. Wir haben auch versucht, den technologischen Aspekt etwas außen vor zu lassen. Wir haben trotzdem einen Handschuh mit Streifen entwickelt, die die Beugung des Fingergelenks erfassen, denn innerhalb einer Woche ist es schwierig, einen Gegenstand zu entwickeln, der robust und schön ist und nicht technologisch aussieht. Für die Kinder haben wir die Interaktion mit dem Handschuh vereinfacht: Sie mussten einfach nur die Hand öffnen und schließen. Zwei Tage später habe wir Jugendliche getroffen, bei ihnen war jeder einzelne Finger unabhängig und stellte einen Teil eines Schlagzeugs dar. Das Gerät kann ein breites Spektrum ansprechen, es reicht, die Interaktion je nach Profil des Publikums einfacher oder komplexer zu gestalten.
V.: Die Technologie bleibt einfach. Bei der Anwendung geht man von etwas sehr Einfachem, etwa dem Ball, zu etwas Komplizierterem über, zum Beispiel dem Handschuh, der mehr Übung erfordert. Wir denken, dass jeder irgendwo in diesem Spektrum zu finden ist. Was zählt ist vor allem, zuzuhören, was die Person tun möchte, mit welchen Gegenständen sie sich wohlfühlt und eine Verbindung aufbauen könnte, die sie dazu bringt, in der Praxis noch einen Schritt weiterzugehen. Durch die Workshops haben wir festgestellt, dass es vor allem um die Verwendung von Tools und um den Aufbau des Workshops geht, und weniger um den Entwurf technologischer Geräte. Wir schränken uns nicht ein in dem, was möglich wäre. Im Gegenteil, wir öffnen neue Felder.